Presse 2016

Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“ für den Erhalt der Bergmähwiesen im Vogelsberg

23. Juni 2016

Hessische Umweltministerin Priska Hinz begrüßt Engagement der Wirtschaft für Regionalität und Biologische Vielfalt.
23. Juni 2016 – „Der Naturraum Vogelsberg ist mit seiner einzigartigen,
reich strukturierten Kulturlandschaft von enormer Bedeutung für den
Naturschutz“, sagte die Hessische Umweltministerin Priska Hinz am
Donnerstag in Wiesbaden bei der Vorstellung einer neuen Initiative von
„Nähe ist gut“ für den Erhalt der Bergmähwiesen im Vogelsberg.

Diese Wiesen, ein in Mitteleuropa einmaliger Hotspot der Artenvielfalt, sind stark gefährdet. Sie sind keine Wildnis, sondern Bauern mähen die Bergmähwiesen seit Jahrhunderten und lassen dort ihre Rinder, Schafe und Ziegen weiden. Das ist die Voraussetzung für die Pflanzenvielfalt. Landwirte, Rinder- und Schafzüchter sind jedoch wirtschaftlich immer weniger in der Lage, die Wiesen zu pflegen.  

Jetzt bekommt die Region Unterstützung aus der Wirtschaft mit der Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“, die von den hessischen Unternehmen Schwälbchen, Hassia, Licher und REWE Region Mitte getragen wird. „Mit unserem Engagement wollen wir die Vielfalt an Pflanzen und Vögeln der Bergmähwiesen erhalten und gleichzeitig der Region wirtschaftliche und soziale Impulse geben“, sagte Günter Berz-List, Vorstand der Schwälbchen Molkerei. Die Umweltministerin sagte zu dem Engagement: „Nachhaltigkeitsinitiativen aus der Wirtschaft, wie ‚Nähe ist gut‘, die zum Erhalt landwirtschaftlicher Kleinstrukturen beitragen können und dem Verbraucher deutlich werden lassen, dass Regionalität und nachhaltige ressourcenschonende Nutzung von Bedeutung sind, werden von mir begrüßt.“ Karl-Peter Mütze, Leiter des Amts für den ländlichen Raum und Daseinsvorsorge des Vogelsbergkreises sagte in Wiesbaden: „Es freut uns, mit ‚Nähe ist gut‘ einen starken Partner zur Unterstützung des Vogelsberg gefunden zu haben.“

„Mit unserer Initiative möchten wir in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für den hohen Wert und die Zusammenhänge der Bergmähwiesen, ihre Bedrohung und die Notwendigkeit für aktives Handeln schaffen“, erklärte in Wiesbaden Jürgen Scheider, Regionsleiter der REWE Region Mitte. Aufmerksamkeit für den Naturschatz in Hessen möchte „Nähe ist gut“ durch neue Info-Stelen schaffen, die an markanten Stellen direkt an den Bergmähwiesen im Vogelsberg installiert werden und über einen QRCode auf www.bergmähwiesen.de mit vertiefenden Informationen führen. Ein Fotowettbewerb in den Sozialen Medien betont die Schönheit der Wiesen mit ihrer Vielfalt an Arnika, Goldhafer, Weichem Pippau und vielen anderen Blumen, Kräutern und Gräsern. Der Blütenticker sagt Naturliebhabern online, in welchen Höhenlagen die Wiesen wann in voller Blütenpracht stehen. Informationsstände in REWE-Märkten klären über die Biologische Vielfalt auf und ein Gewinnspiel generiert finanzielle Mittel für die Bewirtschafter. Zudem wird geprüft, wie „Nähe ist gut“ den Absatz von Produkten mit einem Bezug zur Bergmähwiese fördern kann. 

Überreichung der Info-Stele und Bergmähwiesen-Sträuße vor dem Hessischen Landtag (v.l.n.r. KarlPeter Mütze, Leiter des Amts für den ländlichen Raum und Daseinsvorsorge des Vogelsbergkreises; Jürgen Scheider, Leiter REWE Region Mitte; Priska Hinz, Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; Günter Berz-List, Vorstand Schwälbchen Molkerei; Sibylle Trautmann, Leitern PR/Öffentlichkeitsarbeit Hassia Mineralquellen; Eva Goldbach, MdL; Kurt Wiegel, MdL) Foto: Weyand-Ong 

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